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Smalltalk in Industrie und Ausbildung

STIA-96 Logo

Ilmenau/Suhl, 25.-26. September 1996


Fachgebiet Medizinische Informatik
Institut für Biomedizinische Technik und Informatik
Fakultät für Informatik und Automatisierung
Technische Universität Ilmenau (TUI)

Institut für Wirtschaftsinformatik
Universität Koblenz



Einleitung

In Fortführung der im September 1995 gestarteten Konferenzreihe „Smalltalk in Industrie und Ausbildung - STIA" veranstaltet das Fachgebiet „Medizinische Informatik" (Prof. G. Grießbach) unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. B. Franczyk an der Technischen Universität Ilmenau am 25./26. September 1996 die Konferenz STIA-96.


Motivation

Das Ziel der Konferenz ist eine Annäherung zwischen den Lehrinhalten in der Informatikausbildung an deutschen Hochschulen/Universitäten und den Erfordernissen und Erwartungen, die seitens der Industrie an Hochschul-/Universitätsabsolventen und damit universitärer Ausbildung gestellt werden. Der Schwerpunkt der Konferenz liegt dabei auf den Teilen der Informatik, die sich mit objektorientierten Technologien, insbesondere mit der Anwendung der Programmiersprache „Smalltalk", beschäftigen. Die Erfahrungen, die unter anderem im Verlaufe der ersten Konferenz STIA-95 sehr konzentriert herausgestellt wurden (siehe OBJEKTspektrum, Heft 1, Jan./Feb. 1996), haben gezeigt, daß die Sprache Smalltalk sehr gut zur Beschreibung von Problemen unter Anwendung des objektorientierten Paradigmas geeignet ist. Insbesondere sei hier auf die Möglichkeit der Modellierung komplexer Systeme verwiesen. Diese Modellierungsmöglichkeiten gestatten es den Absolventen, ihre Verständnisfähigkeit komplexer Systeme und ihre Abstraktionsfähigkeiten zu verbessern. Trotz der anskizzierten positiven Effekte der Ausbildung in objektorientierter Technologie unter Anwendung von Smalltalk mußte auf der letzten Konferenz (STIA-95) festgestellt werden, daß die Akzeptanz des Einsatzes von Smalltalk in der Lehre an deutschen Universitäten unserer Meinung nach noch nicht ausreichend etabliert ist. Die Kritik an diesem Zustand wurde auf STIA-95 besonders von Seiten der Industrie artikuliert. Auf der anderen Seite konnten die Hochschul-/Universitätsvertreter deutlich klarlegen, daß eine ausschließliche Ausrichtung der Lehre an den Bedürfnissen und Erwartungen der Industrie einerseits und auf die Anwendung einer einzigen Programmiersprache andererseits keiner allumfassenden Ausbildung im universitären Sinne entspricht.


Zielgruppen

Ziel der Konferenz in diesem Jahr ist, eine Plattform für den Meinungsaustausch der beiden Hauptzielgruppen Hochschulen/Universitäten und Industrie über die angedeuteten Probleme zu bieten und Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren. Dabei sollen insbesondere auf die Erfahrungen, die bei gemeinsamen Projekten zwischen Hochschulen/Universitäten und der Industrie beim Einsatz objektorientierter Technologie gemacht wurden, eingegangen werden. Die große Anzahl der anwesenden Hersteller von Smalltalk-Entwicklungsumgebungen und Smalltalk-basierten Werkzeugen bietet darüber hinaus eine ausgezeichnetes Forum, um Trends auf diesem Gebiet zu erörtern und Änderungen anzumahnen.


Programm

25. SEPTEMBER 1996 MITTWOCH

9:00 Begrüßung durch den Rektor der TU-Ilmenau, Magnifizenz Prof. Gens

Einleitende Vorträge, Leitung: U. Frank

9:15 P. Lockemann, Forschungszentrum Informatik an der Universität Karlsruhe: Objektorientierung: Ausweg aus dem skalierten Chaos?

10:00 Tom Krauß,VMARK: Integration von Objekttechnologie und World Wide Web - Nutzen und Bedeutung

10:45 B. Barry, Object Technology International, Inc., Canada: Using Smalltalk to Develop and Deliver Software Components (ppt-Folien)

11:30 Kaffeepause

11:45 Parallelsitzung I:

    Smalltalk und Design
    Leitung: G. Vossen

Smalltalk in der industriellen Praxis
Leitung: B. Franczyk

    11:45 M. Rösch, Rösch Consulting: Ablaufsteuerung - Fensterzentriert mit MVC, ablaufzentriert mit Workflow oder objektzentriert?

11:45 C. Gittinger, Expect Software AG: Einsatz von Smalltalk in Echtzeitsystemen

    12:15 M. Christerson, Rational: Integrating Design Tools with Smalltalk (ppt-Folien)

12:15 A. Baumann, PMSmicado: Smalltalk in Großprojekten - ein Erfahrungsbericht (doc)

12:45 Mittagspause

14:15 Workshops (parallele Veranstaltungen)

15:45 Kaffeepause

Nachmittagssession, Leitung: G. Grießbach

16:15 M. Jungmann, TU Ilmenau; Th. Flor, Daimler-Benz Forschungszentrum Ulm; D. Reschke, TU Ilmenau: Objektorientiertes Informationssystem für Smalltalk (ppt-Folien)

16:45 H.-J. Hoffmann, TH Darmstadt: Beispiele zur Anwendung von Smalltalk in der wissenschaftlichen und studentischen Arbeit an einem Universtitätsinstitut

17:00 W. Hanika, Daimler-Benz Forschung und Technik Ulm: Wesentliche Problemzonen beim Einsatz von Smalltalk (ppt-Folien)

17:30 Parallelsitzung II:

    Industrielle Anwendungen
    Leitung: G. Heeg

Objektorientierte Analyse und Design
Leitung: A. Heuer

    17:30 S. Derdak, BMW: Digitales Zeichnungsarchiv bei BMW Client Server Anwendung mit Smalltalk Frontend

17:30 R. Pulfer, Pulinco AG Basel: Smalltalk-Projekte auf Basis von Business-Modellierung mit dem Objekt-Orientierten Weg (OOW) (ppt-Folien)

    18:00 M. Lachmann, Mannesmann Demag Fördertechnik, Wetter: Erfahrungen bei der Entwicklung eines objektorientierten verteilten Systems für die Auftragsabwicklung im Maschinen- und Anlagenbau (ppt-Folien)

18:00 C. Crasemann, IC&C: Analysis and Design Support Integrated into Smalltalk (ppt-Folien)

18:30 Gemeinsamer Spaziergang

20:00 Abendessen

26. SEPTEMBER 1996 DONNERSTAG

Einleitende Vorträge, Leitung: H. Weissenbach

08:30 Adele Goldberg: Measurement Strategies Based on Project Management Decision Frameworks

09:15 J. Eastman, Winward Solutions, Inc., USA: ODB and ORB Both Begin with "O" (ppt-Folien)

10:00 H. Weissenbach: Client-Server-Applikationen im Inter/Intranet

10:45 Kaffeepause

11:00 Parallelsitzung III:

    Frameworks/Components
    Leitung: D. Reschke

ODBMS - Grundlagen
Leitung: R. Unland
11:00 G. Vossen, Universität Münster: Objekt-Relationale Datenbanktechnologie (ps)
11:30 A. Heuer, Universität Rostock: Objektorientierte Modelle für föderierte Datenbanksysteme
12:00 M. Gille, Micram: ODBMS im Internet - Konzepte zur Daten und Applikationsverteilung (ps)

12:30 Mittagspause,

Nachmittagssession, Leitung: W. Hanika

14:00 C. Roe, Gemstone Systems, Inc.: Scaling Object Applications in Distributed Client Server Implementations (ppt-Folien)

14:30 John Lord, IBM, USA: Enterprise Smalltalk Solutions

15:00 Michael Lynch, SYSTOR AG: The VERSANT ODMBS in a Product Management Environment - a Banking Model

15:30 Kaffeepause

16:00 Abschlußdiskussion: Beurteilung der Tagung, Anregungen, Pläne für 1997; Leitung: Prof. Dr. H.-J. Hoffmann


Wissenschaftliches Komitee


Konferenzsprachen

Deutsch
Englisch


Sponsoren

Es ist uns in diesem Jahr gelungen, sämtliche bedeutende Smalltalk-Hersteller und -Nutzer für die Konferenz „STIA-96" zu gewinnen. Sie treten als Sponsoren für STIA-96 auf. Darunter sind:

Unser Dank gilt schon heute den Sponsoren, die durch ihre finanzielle Unterstützung die Durchführung der Konferenz „STIA-96" ermöglichen.


Lokales Organisationskomitee/Adressen

Dr.-Ing. Bogdan Franczyk
Priv. Doz. Dr.-Ing. habil. Vesselin Detschew
Dipl.-Ing. Anne-Kathrin Kaeding
Dipl.-Ing. Gert Funkat
Dipl.-Ing. Thomas Finger

Telefon: +49-3677-691319
Fax : +49-3677-691311

Optimale Kontaktaufnahme über E-Mail: stia96@informatik.tu-ilmenau.de

Postadresse:

STIA-96
Technische Universität Ilmenau
Fachgebiet Medizinische Informatik
Postfach 0565
D - 98684 Ilmenau


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